Rezension – Gefährliche Mittsommernacht

„Endlich entspannen und ihren Liebeskummer vergessen, denkt Journalistin Cilla Storm, als sie auf Bullholmen ankommt. Und wo sollte das besser gehen als auf einer idyllischen Schäreninsel, die nach den leckeren Zimtschnecken benannt ist? Doch als ein junges Mädchen am Morgen nach dem Mittsommerfest tot im Meer treibt, ist es vorbei mit der Urlaubsstimmung. Denn Cilla war die Letzte, die das Mädchen lebend gesehen hat. Dass ausgerechnet der attraktive Sohn ihrer Nachbarin die Ermittlungen leitet, macht die Sache auch nicht leichter. Dann erschüttert ein zweiter Mord die beschauliche Insel.“

Endlich mal raus hier. Nichts ahnend, wohin sie sich begeben wird, fährt Cilla nach Bullholmen. Den Kopf frei kriegen nach ihrer Trennung. Ein bisschen das Inselleben genießen in ihrem schönen Schrebergärtchen. Doch kaum ist sie da, schon geschieht das Unheil. Nicht nur Cillas chronische Neugier ist da geweckt, auch die von ihrer Nachbarin Rosie. Die beiden Frauen ermitteln auf eigene Faust, das gefällt dem Sohn von Rosie, der ermittelnde Polizist, natürlich gar nicht. Und er sieht so gut aus dabei! Hach. Wer hat das junge Mädchen ermordet? War es eine Beziehungstat? Oder steckt etwas viel viel tiefgründigers dahinter? Nun sind 2 Mädchen von einer Mädchengruppe tot.

Das Buch ist in der Perspektive von Cilla geschrieben, manchmal aber auch in der Perspektive von einem der Mädchen, was das ganze irgendwie spannend macht. Generell der Aufbau der Kapitel war sehr gut. Ich hab das Buch nahezu verschlungen. Die kleine Romanze zwischen Cilla und Adam passt perfekt. Es ist genau richtig, nicht zu viel, aber auch ja nicht zu wenig davon. Der ein oder andere Schmunzler ist auch dabei. Ein Buch zum Träumen und vor allem zum Miträtseln.

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

Rezension – Nordseedunkel

„Kriminalhauptkommissar Tobias Velten hat sich eine Auszeit genommen. Statt in Berlin Verbrecher zu jagen, fotografiert er lieber Seevögel auf Norderney und führt im Auftrag eifersüchtelnder Eheleute gelegentliche Beschattungen durch. Doch dann wird ihm ein Auftrag angedient, der so gar nicht zum Inselidyll zu passen scheint: Die Tochter einer wohlhabenden Unternehmerfamilie wurde entführt. Velten soll sie um jeden Preis retten. Die Frage ist nur: Warum vertraut man ihm mehr als der Polizei? Nach und nach kommt Velten einem Geheimnis auf die Spur, das weitere Kreise zieht, als er sich jemals hätte vorstellen können…“

Tobias Velten hat sich eine Auszeit genommen nach seinem Einsatz auf Juist. Vogelfotografie und eifersüchtigte Eheleute, für die er Beschattungen durchführt, bestimmen nun sein Leben. Bis jemand vor seiner Tür steht. Ein neuer Auftrag. Eine Entführung. Die Tochter einer sehr wohlhabenden Familie der Insel. Velten packt wieder das Fieber und ermittelt. Auf seine eigene Weise. Keine Polizei. Unauffällig. Wirbeln Sie kein Staub auf. So die Anweisung der Auftraggeber. Natürlich aber wirbelt Velten staub auf, wenn er ermittelt. Man fiebert mit, rätselt mit. Was für ein Geheimnis hat die Familie, was sie so sehr hütet? Was verbergen sie?

Das Buch ist spannend geschrieben, zwischendrin dachte ich tatsächlich, ich wusste des Rätsels Lösung, war mir aber nicht sicher. Wurde aber am Ende des Buches tatsächlich bestätigt. Es ist ein gutes Buch mit dem Ermittlercharme von Velten. Dieser ist einfach unvergleichlich.

Das Buch erhält 4/5 Sternen!

Rezension – Darf ich Dich jetzt behalten?

„Manchmal ist die große Liebe das, was trotzdem passiert …

Eigentlich war Lil sich sicher, dass sie den Richtigen längst gefunden hat. Zumindest bis er sie für eine blonde Kollegin Mitte zwanzig sitzen lässt. Also tut Lil, was jede Single-Frau mit einem letzten Fünkchen Selbstachtung tun würde: Sie hört auf den Rat ihrer besten Freundin, kramt ihren besten BH ganz hinten aus der Schublade und findet sich auf einem Date wieder. Ganz ehrlich, was soll schon passieren? Eine ganze Menge, wie sich ein paar Wochen und einen positiven Schwangerschaftstest später herausstellt. Doch Lils Date ist seit ihrem einzigen Treffen wie vom Erdboden verschluckt. Lil macht sich auf die Suche – denn sicher sah er nur rein zufällig genau so aus wie dieser Max Rushbrooke, Sohn von Lord und Lady Rushbrooke und begehrtester Junggeselle Englands, der die Titelseiten sämtlicher Klatschmagazine beherrscht?“

Lil geht wieder auf Dates! Nach einer langen Beziehung, die kläglich gescheitert ist, wagt sie es wieder. Man kann ja mal schauen. Und prompt sitzt sie mit Max in einem Cafe bei einem Date. Zuerst sind sie etwas verlegen, wissen kein Thema zum Reden, aber dann bricht das Eis und es fühlt sich an, als würden sie sich schon immer kennen. Das kann doch nicht sein? So ein gutaussehender Typ? Trifft sich mit ihr? Und sie verstehen sich auch noch gut? Wie es kommen muss, landen sie im Bett. Alles schön und gut. Doch, so wie das Buch beginnt, bleibt des Techtelmechtel nicht ganz ohne „Folgen“. Lil ist schwanger! Ojee! Was wird ihre beste Freundin Jess nur dazu sagen? Und vor allem der Kindesvater? Wo steckt der überhaupt?

Das Buch ist sehr witzig geschrieben. Bei vielen Momenten konnte ich mich zu 100 % mit Lil identifizieren! Das war schon fast beängstigend. 😀 Ich habe das Buch nur so verschlungen, es ist witzig, spannend, liebevoll. Teilweise etwas drüber, andererseits aber auch realistisch, meiner Meinung nach. Aber eine Mischung aus beidem gehört zu so einem Buch dazu. Die ganzen Schmunzler zwischendrin sind einfach göttlich.
Wird Lil das Baby behalten? Und ist Max wirklich DER Max Rushbrooke? Wie verrückt kann es eigentlich noch werden?

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

Rezension – Der Libanese

Zum Inhalt

„Frank Bosmann, ein hart gesottener Ermittler beim LKA Berlin, führt mit seinem Team einen ziemlich hoffnungslosen Kampf gegen Arslan Aziz, den Kopf einer libanesischen Großfamilie, die den Drogenmarkt weitgehend kontrolliert. Als die albanische Mafia agressiv in den Markt drängt und Arslans Bruder Tarik einen Konkurrenten ermordert, sieht Bosmann die Chance, den ganzen Clan zur Strecke zu bringen.“

Schonungslos erzählt der Krimi die Geschichte von vielen verschiedenen Personen. Da ist zum einen Bosmann, der Ermittler. Sein Schwager Harry, die Frau von Harry, aber auch Tarik, Arslans Bruder, und Nikki. Ja, auch Nikkis Geschichte.

Frank Bosmann erschießt einen vom Clan, und Nikki sieht das. Beinahe wäre sie ihm direkt vor die Flinte gelaufen. Und wie sollte es natürlich sein? Sie fängt an, für Frank zu schwärmen. Aber nicht nur das.

In dem Buch geht es schonungslos um korrupte Bullen, Bänker, und natürlich Clan-Kriminalität, wie sie feiner nicht sein könnte. Und man steckt schneller mit drin, als einem lieb ist. Vor lauter Angst will Harry fliehen, der sich nämlich einen ganz dicken Stein ans Bein gebunden hat. So weit kommt er aber nicht und wird entführt. Da muss doch Tarik Aziz dahinter stecken!

Bosmanns „V-Mann“ wird ermordet aufgefunden. Zwei Schüsse in den Kopf. Wirklich ermordert? Oder steckt da was ganz anderes dahinter?

Alles hängt am Ende irgendwie zusammen. Der Schreibstil ist gut, immer wieder aus anderen perspektiven, was dem Buch die nötige Fahrt gibt. Es ist wie ein Film, der im Kopf anfängt und am besten gar nicht aufhören soll. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Und es erstaunt mich, wie alles doch irgendwie ein Ende nimmt, für den einen mehr oder weniger gut. Ich hoffe doch, demnächst wieder eine weitere Geschichte von Frank Bosmann und seinem Ermittler-Leben in Berlin zu lesen.

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

(M)Nordfriesischer Krimi

„Eine entsetzliche Entdeckung zerreißt die sommerliche Idylle Nordfrieslands: Auf einer Segeljacht im Husumer Hafen liegt eine erstochene Frau. Wer konnte der reizenden Nantje, die mit ihrem Mann ein beliebtes Fischrestaurant führte, nur so etwas antun? Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat haben Nantjes Mann in Verdacht. Doch dann verschwindet der Restaurantbesitzer unter mysteriösen Umständen. Bei seinen Ermittlungen muss Krumme ein großes Risiko eingehen und kommt auf die Spur einer Wahrheit, so tief und dunkel wie die Nordsee … „

Kommissar Krumme hat sich wohl in Schwierigkeiten gebracht, wie es dazu kam, erfährt man natürlich im Laufe des Buches.

Das Buch ist sehr schön geschrieben. Zwischendurch fällt man tief in die Vergangenheit nach 1362. Da erfährt man  etwas über eine alte nordfriesische Legende.

Krumme ist ein sehr dickköpfiger Mann, aber ein herzensguter. Mit Marianne, seiner Frau, und Sonny, seinem Riesen-Hundewelpen an seiner Seite ist er glücklich. Bei dem Mordfall ermittelt er mit seiner Kollegin Pat fieberhaft an dem Mordfall an Nantje. Doch irgendwie treten sie auf der Stelle. Krumme verdächtigt eisenfest Sebastian Schreiber, Nantjes Mann. Doch wie kann er der Mörder sein, wenn er doch ein so angeblich sicheres Alibi hat und dann auch noch spurlos verschwindet?

Und dann ist da noch Broder. Was hat er mit der Sache zutun? Denn zwischendrin taucht man in sein Leben ein.

Sebastian ist auch noch ein Bekannter von Pat, was die ganze Ermittlung auch noch schwieriger macht. Krumme stößt mit seinem Verdacht auf taube Ohren. Und dann: Sonny, sein Hundewelpe, bringt ihn durch eine einfache Tat auf den Entführer von Sebastian.

Ein wirklich toll geschriebenes Buch mit Stellen zum Schmunzeln und mitgrübeln.

Das Buch erhält 5/5 Sternen!

Rezension – Rendezvous in Babelsberg

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„Nach der Trennung von seiner Freundin und einem schweren Motorradunfall steht Mike vor einem Neuanfang – genau wie Lina, die sich dazu entschlossen hat, ihr ungeliebtes Studium zu beenden, um ihren Traum von einer Schauspielkarriere endlich wahr werden zu lassen. Bis es so weit ist, verdient sie sich ihren Lebensunterhalt in einer Bäckerei. Als sich die einmalige Gelegenheit für ein Casting in Babelsberg bietet, macht sich Lina gemeinsam mit ihrer besten Freundin Isa, ihrem Stammkunden Herrn Fichtner und Mike auf zu einem Roadtrip der besonderen Art, um Babelsberg und die Welt zu erobern. Wird Lina sich ihren Traum der großen Schauspielkarriere erfüllen können?“

Lina stürzt sich in das Leben. Nachdem sie ihr Studium abgebrochen hat, arbeitet sie in einer Bäckerei. Zusammen mit Isa und Finn meistern sie den Alltag in der gut laufenden Bäckerei. Und abends ist sie allein in ihrer Wohnung, und lässt es da schon mal ordentlich krachen. Das bedeutet Ärger und zwar mit dem Vermieter. Und zu all dem tritt dann auch noch Mike die Wohnungstür ein, nachdem er dachte, Lina wäre in Gefahr, obwohl sie eigentlich nur für eine Schauspielrolle geübt hat. Wie es kommen muss, muss sie aus ihrer Wohnung raus. Und Mike, der nach der Trennung von seiner Freundin ausgezogen ist und nun auch im Haus wohnt, bietet er ihr an, bei ihm einzuziehen. Und so nimmt das Geschehen seinen Lauf.

Nachdem Lina die Chance auf ein Casting in Babelsberg entdeckt, geht alles drunter und drüber. Durch einen Sturm kommt sie nicht mit dem Zug hin und das Auto von Herrn Fichtner, einem Stammgast aus der Bäckerei, hat einen platten Reifen. Man kann langsam merken, wie sich bei Mike und Lina etwas anbahnt. Ich musste zwischendrin einfach schmunzeln. Wenn zwei sich finden, ohne gesucht zu haben. Aber durch ein Geheimnis von ihr geschieht alles ins Wanken. Stürzt sie sich ins Leben, weil das Leben eigentlich mit jedem Tag entfernter scheint? Mike scheint auch mehr als nur der taffe, coole Typ zu sein. Ja, ist er sogar romantisch?

Der Schreibstil ist klar und flüssig. Es ist, als würde man sich ins Gloria setzen und der Film fängt an. Man merkt die romantische Spannung zwischen Lina und Mike richtig als wäre sie zum Greifen nahe. Auch wenn es manchmal eine Spur zu viel der Romantik hat, ist es dennoch ein wunderbares Buch, dass einem zeigt, dass man immer für seine Träume kämpfen sollte, und sollte der Weg noch so schwierig sein.

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

Rezension – Keine Sternschnuppen für Sara?

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Sara durchlebt eine schwierige Zeit. Sie verliert ihren Mann und auch noch ihren Vater. In gerade diesem schwierigen Punkt in ihrem Leben verliebt sie sich in den verheirateten Kai. Sie fasst einen Entschluss: Abstand nehmen und Neustart wagen. Es gelingt ihr in der wilden und rauen aber wunderschönen Umgebung in Avon auf den Outer Banks Fuß zu fassen. Dort lernt sie den unheilbar an ALS erkrankten Tom, den sie auf diesem schweren Weg begleitet. Das reißt alte Wunden bei ihr auf. Sie kann vor ihrer Vergangenheit nicht davon laufen. Als dann Tom stirbt, führt sie seinen Traum fort und kümmert sich um die Appaloosas seiner Familie. Dabei lernt sie den Ranger Jack kennen. Wird Sara auch in der Liebe einen Neuanfang wagen?

Das Cover ist sehr schön gestaltet vorne mit der Rose und hinten mit dem Mond und dem Wasser. Das hat auch noch mal was melancholisches, mystisches. Der Schreibstil des Buches ist relativ flüssig. Man trifft direkt auf Saras Gedanken und kann in ihre Welt hineinfühlen. Dennoch ist es manchmal etwas zu viel. Aber es ist dennoch in einer relativ guten Mischung, sodass man emotional sich da sehr gut reinstecken kann. Sara muss im Buch wirklich sehr viel ertragen an Schicksalsschlägen, besonders das Ende.

Das Buch ist sehr emotional, aber zeigt gleichzeitig auch Stärke. Das Buch erhält 4/5 Sterne.

Rezension – Winter in Bloomsbury

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Mattie backt die köstlichsten Plätzchen, doch das Rezept für ihren Traummann hat sie noch nicht gefunden.

Mattie hat eine Teestube direkt angrenzend an dem Happy Ends, eine Buchhandlung für Liebesromane. Der Laden läuft gut, ihre großartigen Backkünste sind stadtbekannt. Und nun steht die schönste Zeit im Jahr vor der Tür. Weihnachten. Doch Mattie ist ein wahrer Weihnachtsmuffel. Denn vor zwei Jahren wurde ihr Herz an Heiligabend gebrochen. Das konnte sie nie verzeihen, daher ist sie kein großer Fan von Männern. Naja, ein paar mag sie. Aber einen weiteren mag sie auch besonders nicht. Tom. Er arbeitet im Happy Ends und ist der furchtbarste Mann überhaupt auf der Welt. Er trägt spießige Kleidung, hat immer einen dämlichen Spruch drauf und überhaupt, was erdreistet er sich mit seinem Frühstücks-Panini aus dem Laden drüben seinen Gratis-Kaffee bei ihr zu holen?!

Doch es kommt wie es kommen muss, durch unzählige Zufälle fällt die Belegschaf direkt ein paar Tage vor Weihnachten aus, und die beiden müssen nun den Laden allein schmeißen. Dazu kommt, dass die beiden sich die Wohnung über dem Buchladen teilen. Also sie wohnen in einer WG. Mehr nicht. Wehe dem, der irgendwas anderes behauptet!

Das Buch ist ganz süß, es ist aus Sicht von Mattie geschrieben. Man erfährt im Laufe des Buches warum sie so verletzt ist und Weihnachten nicht mehr mag. Man kann quasi aber auch die Entwicklung von ihr und Tom miterleben. Wie ich finde, ist das aber meistens sehr vorhersehbar. Manche Gedanken oder Überlegungen von Mattie finde ich etwas zu lang erzählt. Daher hat es sich zwischendrin leider etwas gezogen. Dennoch ein liebenswertes Buch mit Happy End, was man zwischendurch mal lesen kann.

Das Buch erhält von mir 3/5 Sternen!

Rezension – Die Stunde der Wut

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„Reichtum der einen bezahlen die anderen. Manchmal mit dem Leben.
Mit Immobiliendeals wurde Hartmut Osterkamp reich. Kompromisslos baut er sein Imperium aus. Ihm ist jedes Mittel recht. Kriminalrätin Melia Adan ist überzeugt, dass Neonazis auf einer Osterkamp-Baustelle die Leiche einer ehemaligen Kollegin verschwinden ließen. Noch hat sie keinen Beweis. Aber schon bald gefährliche Feinde. Hauptkommissar Vincent Veih hat es mit dem Mord an der Tochter eines Psychiaters zu tun. Was zuerst wie eine Beziehungstat aussieht, führt Vincent auf ein Schlachtfeld von Gier, Korruption, politischen Intrigen – und blanker Wut.“

Nachdem mich das Buch „Im Namen der Lüge“ von Horst Eckert schon begeistert hatte, musste ich natürlich auch das zweite haben. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.

Das Buch startet direkt in den ersten Mord hinein, womit man einfach wieder direkt im Geschehen ist. Der Schreibstil ist gut. Die kurzen Kapitel gefallen mir, so wird direkt auch etwas Spannung aufgebaut. Man wird direkt in das Ermittlergeschehen von Vincent Veih und Melia Adan getaucht. Auch dadurch, dass das Buch in verschiedenen perspektiven jeweils geschrieben ist. Ich denke, manch einen könnte es auch verwirren, mir gefällt es aber. Zwischendrin werden kleine Happen aus dem ersten Buch mit aufgenommen. Dieses baut auch ein wenig auf dem ersten auf, da sich in Die Stunde der Wut das Verschwinden von Solveigh Fischer aufklären wird. Gut finde ich aber, dass nicht jede Szene oder was geschieht bis ins kleinste Detail geht. Das macht viele andere Bücher meistens sehr langatmig. Dies ist hier nicht der Fall. So liest sich das Buch sehr flüssig und baut sich vor meinem inneren Auge wie ein Film zusammen. Mir gefällt das Duo Vincent und Melia. Sie arbeiten gut zusammen, beide haben ihre Prinzipien.

Dieses Buch lässt einen mitraten, wer am Ende wobei mit drin steckt, obwohl es einerseits auch offensichtlich ist. Es ist tiefgründig und vor allem gut! Das Buch erhält von mir sehr verdiente 5/5 Sternen!

Rezension – Schneenacht

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„Kriminalinspektorin Embla Nyström verbringt den Winter im ländlichen Dalsland auf dem Hof ihres Onkels. Eines Morgens wird sie zu einem spektakulären Mordfall gerufen. In einer Hütte im Wald liegt ein Toter mit Einschüssen in Kopf und Brustkorb. Embla erkennt den Mann sofort. Es ist einer der mutmaßlichen Entführer ihrer besten Freundin Lollo, die vor gut vierzehn Jahren spurlos verschwand und nie wieder auftauchte. Alte, schmerzhafte Erinnerungen werden wach und Embla beginnt zu ermitteln. Doch ein nächtlicher Schneesturm verwischt alle Spuren …“

Embla kämpft seit Jahren mit Albträumen seit dem Verschwinden ihrer besten Freundin Lollo. Seit vierzehneinhalb Jahren um genau zu sein. Lebt sie noch? Wenn ja, wo? Geht es ihr gut? Fragen über Fragen quälen sie.

Man findet sehr gut in die Geschichte hinein, auch wenn man die vorherigen Bücher nicht gelesen hat. Endlich wird das Verschwinden von Lollo aufgeklärt. Embla wird vor einer beruflichen aber direkt auch privaten Herausforderung gestellt. Der Tote ist der Mann aus ihren Albträumen, aber einerseits scheint Lollo so nah, denn Embla erhielt einen Anruf, dort wurde sie mit ihrem Spitznamen aus Teenie-Zeiten angesprochen. Das war Lollo! Es wird alles detailreich erzählt bei den Ermittlungen, das macht es manchmal schwer, allem zu folgen. Es ist echt viel an Information was manchmal auf einen zu kommt. Da behält man nicht direkt alles. Die kleine Mini-Geschichte mit dem Polizisten Olle und Embla versüßt das ganze Wirre aber ein wenig. Man freut sich immer, wenn die beiden aufeinander treffen, da sie sehr gut zusammen harmonieren. Die Kapitel sind meistens auch recht lang, was mir persönlich nicht ganz so gut gefällt.

Als Fazit kann ich aber sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Es bekommt 4/5 Sterne!

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