Lesemonat August

Zack. Und schon ist der August auch wieder rum. Erstaunlich wie schnell die Zeit aktuell vergeht. Im August habe ich aber auch das ein oder andere tolle Buch gelesen. Hier nun kurz meine Eindrücke:

  • Fuchsmädchen von Maria Grund – 4/5 Sterne

Das Buch hat mir relativ gut gefallen, Eir und Sanna sind einfach mal außergewöhnliche Ermittlerinnen, an die man sich erst mal gewöhnen muss. Hier und da ist es vielleicht too much oder eher zu wenig, aber es lohnt sich!

  • Dance into my world, Step into my heart und Fly into my Soul von Maren Vivien Haase – jeweils 4/5 Sterne

Die drei Bücher einer Reihe um ein Tanzstudio haben mich geflasht. Auch wenn es Liebesromane sind und ich diese eher selten lese, dennoch haben mich die Bücher verzaubert. In jedem Buch ging es um ein anderes Liebespaar, dass so seine anfänglichen Schwierigkeiten hat und dann doch zusammen findet. Toll geschrieben die Bücher.

  • Ich bin die Rache von Ethan Cross – 5/5 Sterne

Ach, was habe ich Francis Ackerman Jr. vermisst. Wieder mal eine grandiose Geschichte, bei der ich hin und her gerissen bin zwischen Augen verdrehen und Faszination. Ich liebe diese Bücher einfach.

Ich bin ganz zufrieden mit meinem Lesemonat, denn es war durchaus abwechslungsreich. Ich bin gespannt auf den September. Der Herbst schleicht sich nämlich so langsam ein.

Rezension – Tomatidin

  • Werbung, da Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Eigentlich sollte Otto Meisner nur herausfinden, ob Silke Sternheimer von ihrem Mann betrogen wird. Doch als dieser tot zusammenbricht, findet sich der ehemalige Rechtsanwalt Meisner mitten in einem Mordfall wieder. Während Kommissarin Rita Schmölz zu verstehen versucht, was passiert ist, ermittelt Meisner auf eigene Faust. Schon bald wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und verstrickt sich immer tiefer in einem Wirrwarr aus Geheimnissen, Gefühlen und Gefahr.“

Otto Meisner ist ein alleinstehender, nicht mehr praktizierender Anwalt. Bis zu dem Tag, an dem Silke Sternheimer vor seiner Tür steht. Seine Neugier und sein Ermittlersinn sind geweckt und so trifft er sich mit seiner ehemaligen Sekretärin und macht sich einen Plan.

Aber wie man weiß, es kommt immer anders als man denkt. Silke Sternheimers Mann ist tot. Ob er sie betrogen hat, kann Meisner nun nicht mehr herausfinden. Er möchte dennoch den Tatsachen auf die Spur kommen, denn er hat eine Person wieder erkannt aus der Vergangenheit. Er hat doch nichts mit dem Tod zu tun von Sternheimer?

Man findet schnell in das Buch rein, es ist aus einer eher allgemeinen Perspektive geschrieben, sehr angenehm zu lesen. Es ist sehr kurz gehalten alles, aber es ist stimmig mit dem Inhalt. Mehr Seiten zu füllen hätte das ganze meiner Meinung nach nur unnötig in die Länge gezogen und dann wird ein Buch meistens fad. Dies ist hier nicht der Fall, obwohl ich mir dennoch ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, da ich das Buch in fast einem Rutsch durchgelesen habe. Die beiden Liebeleien zwischendrin waren ganz süß. Etwas komisch, aber süß. Das Buch hat mir gut gefallen.

Rezension – Fuchsmädchen

Inhalt:

„Eisige Kälte herrscht an jenem Sonntag auf der Insel vor der Küste Schwedens, als man die Leiche eines jungen Mädchens in einem verlassenen Kalksteinbruch entdeckt. Das Verstörende an dem Fall: Die Tote hat eine unheimliche Fuchsmaske bei sich. Ermittlerin Eir bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Kollegin Sanna einzulassen. Denn nur Tage später ist eine weitere Frau tot – und auch in ihrer Wohnung finden sich Hinweise auf eine Maske. Ein eiskalter Serienmörder hinterlässt eine blutige Spur auf der Insel und muss gestoppt werden. Doch mit Schrecken erkennt Eir, dass nicht nur das nächste Opfer vor dem Killer retten muss – auch Sanna birgt ein dunkles Geheimnis und droht, vom Strudel ihrer Vergangenheit in den Abgrund gerissen zu werden … „

Dieses Buch überraschte mich. Es entbehrt zwei Ermittlerinnen, die ich so noch nie erlebt habe. Einerseits positiv überrascht, andererseits … ja wie soll man es beschreiben? Es ist nicht zu beschreiben. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, so dass sich das Buch relativ gut lesen lässt. Ich habe nur manchmal das Gefühl, dass es manchmal unnötig in die Länge gezogen wurde. Dsa Privatleben der beiden Ermittlerinnen Sanna und Eir spielt teilweise auch eine Rolle. Dennoch fällt mir ein Wort dazu ein: komisch. Die beiden Frauen sind einfach komisch. Aber vielleicht macht das genau das Buch aus. Dass sie eben nicht 0815 Ermittler sind, sondern anders. Am Ende war ich etwas verwirrt, manchmal waren die Aufklärungen schwammig, bzw. hatte ich das Gefühl, die Personen im Buch wissen worum es geht, nur ich nicht. Dies war aber nicht allzu präsent.

Alles im Allen hat mir das Buch dennoch gefallen, gerade wegen der außergewöhnlichen Ermittlerinnen.

Das Buch erhält 4/5 Sterne!

Rezension – Thousand Islands Die Geister von Swanton

– Werbung, da Rezensionsexemplar

Inhalt:

„Von der Rückkehr ins Grenzland der Thousand-Islands-Region, Shanas Heimat, hatte sie sich eigentlich innere Ruhe und ein beschauliches Kleinstadtleben erhofft – eine Illusion, wie sich schnell herausstellt: In Swanton wird das Skelett ihres seit Jahrzehnten vermisst gemeldeten Onkels gefunden. Die örtliche Polizei geht von einem Mord aus. Dann verschwindet ein kleiner Junge auf einer der Inseln. Shana ahnt, dass die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben. Und nicht nur das: Jemand scheint nur auf ihre Rückkehr gewartet zu haben. Jemand, der sie schon lange verfolgt …“

Ist Shana wieder bereit für den Dienst? Dank Maureen McIntyre hat sie ein Dach über dem Kopf, nachdem sich Shana von ihrem Verlobten getrennt hatte. Bald würde das Gespräch anstehen. Dieses eine, bei dem man fest machen würde, ob sie wieder bereit für den Dienst ist oder nicht. Doch dann erhält sie einen Anruf von ihrer alten Heimat. Ihre Eltern. Man hat ihren Onkel gefunden – tot. Doch wie kam es dazu? Wer war der Mörder von ihrem Onkel? Und wie weit hängt ihre Familie mit da drin? Wer erzählt die Wahrheit, wer weiß mehr als er zugibt? All das will und muss Shana herausfinden. Denn sie wurde herausgefordert. 

Ich möchte nicht allzu viel über das Buch verraten, daher gibt es keine weiteren Einblicke in den Inhalt des Buches. Ich möchte, dass es natürlich auch für andere Leser spannend bleibt. Denn das ist es definitiv! Man wird Stück für Stück an die Sache herangezogen, zwischendurch grübelt man, was hat es mit dem Jungen auf sich? Wird er überleben? Lebt er überhaupt noch? Shana muss sich mühselig und langsam an die Vergangenheit herantasten, um ein klares Bild vor Augen zu bekommen, was gar nicht so leicht ist, denn die Schatten der Vergangenheit überschatten alles. Der Schreibstil ist gut gewählt. Flüssig, aber nicht zu hektisch. Die Enden der jeweiligen Kapitel bringen immer wieder Spannung ins Ganze. 

Definitiv nach dem ersten Buch ein weiteres gutes Buch, welches mit dem offenen Ende schon neugierig auf das nächste macht. 

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

Rezension – Die große Liebe kann mich mal

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Inhalt:

„Einsam ist Florence auf gar keinen Fall. Sie ist zwar schon ziemlich lange Single – ok, eigentlich hatte sie noch nie eine Beziehung, wenn es jemand ganz genau wissen will. Aber ihr Job in einem quirligen Londoner Buchladen hält sie ziemlich auf Trab, und nach Feierabend leistet ihr der geliebte, aber übergewichtige Kater Gesellschaft. Florence ist mehr als zufrieden mit ihrem Leben, vielen Dank auch! Nur ihre nervige Stiefmutter sieht Optimierungsbedarf und schickt sie zu einem Liebes-Coach. Als erste Übung muss sie eine Liste schreiben mit all den Eigenschaften, die ihr Traummann in sich vereinen soll. Florence kann so eine Liste keinesfalls ernst nehmen: Jemand, der Katzen mag, einen Oberkörper hat wie James Bond und gleichzeitig bei ihrer nervigen Zähl-Marotte die Augen zudrückt? Unmöglich! Bis sie sich ein paar Tage später ungläubig die Augen reibt: Ein gutaussehender junger Mann betritt den Buchladen, der wie von Zauberhand alle Kriterien auf der Liste erfüllt. Zudem ist er adlig und besitzt ein schickes Herrenhaus auf dem Land. Kann das wahr sein?“

Ach, Flo war mir direkt von Seite 1 an symphatisch. Genauso witzig, aber irgendwie auch symphatisch finde ich ihre Stiefmutter Pat und ihre beiden Schwestern Mia und Ruby. Eigentlich trieft dieses Buch nur so vor Klischees und ist so „typisch“ Liebesroman, aber mir gefällt es. Sophia Money-Coutts schafft es, ein tolles humorvolles, aber mit Liebe gespicktes Buch zu schreiben.

Flos Schwester Mia heiratet ihren Hugo. Und Flo ist ja auch irgendwie schon immer single, also muss da ein Mann her. So ist zumindest die Meinung von Pat. Zack, sitzt sie bei einem Liebes-Coach. Ja, ok. Sie ist seltsam und sehr esoterisch angehaucht, und ja Flo will sofort wieder weg. Doch als sie die Liste anfertigen soll und dann plötzlich dieser Mann bei ihr an der Arbeit im Buchladen auftaucht… Kann das wirklich sein?! Ihr Traummann in Gestalt von Rory?

Zwischendurch bekommt man Einblicke in ihren Arbeitsalltag und dass es dem Buchladen nicht gut geht. Die Miete soll erhöht werden. Der Laden muss also bekannter werden! Florence hat da auch echt tolle Ideen, dennoch holt ihr Chef Norris seinen Neffen Zach zur Hilfe. Flo findet diesen aber nur nervig und außerdem macht er nun das, was ihre Idee war!

Ob Rory wirklich ihr Traummann ist, findet man im Laufe des Buches schnell selbst raus. Ein wenig vorhersehbar ist es also. Das stört aber keinesfalls, denn das Buch hat einfach Charme und Witz. Das hat mir schon bei den anderen Büchern von Sophia Money-Coutts gefallen. Es ist definitiv zu empfehlen, die über 500 Seiten sind schnell weggelesen.

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

Lesemonat April

Ja Wahnsinn, sieben Bücher habe ich im April gelesen. Das freut mich sehr.

Flucht 5/5 ☆
Im Auge des Zebras 3/5 ☆
Meine liebe Familie 5/5 ☆
System Error 4/5 ☆
Die App 4/5 ☆
Der 13. Mann 4/5 ☆
Die Karte 4/5 ☆

Ich bin schon sehr gespannt was ich alles im Mai lesen werde.

Rezension – Gewittermädchen

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Eine Luxusvilla, ein Pool und das Meer direkt vor der Nase. Und das alles in Frankreich. Emily hat wohl einen Traumjob. Sie ist Kindermädchen für Aurelia, ein krankes Mädchen, was mit ihrer Mutter Nina auf einem riesigen Anwesen in Frankreich lebt. Doch schon bald fallen Emily Ungereimtheiten auf, die irgendwie nicht so recht in das Bild der perfekten Familie passen wollen…

Das Buch ist in der Sichtweise von Emily und von Scott, ihrem ehemaligen Chef bei ihrem Aushilfsjob und nun neuer Chef, geschrieben. Dadurch bleibt das Buch spannend und man erfährt durch die Sichtweise von Scott ein wenig mehr. Bzw. macht die Sichtweise von Scott das Ganze spannend. Zwischendurch gibt es aber auch Erählhappen aus der Vergangenheit mit dem Kind von Nina und Scott.

Man erfährt zu Anfang, wie Emily eigentlich dazu gekommen ist, dass sie nun doch für Scott arbeitet und zwar für seine Familie in Frankreich.

Emily möchte eigentlich Schauspielerin werden, doch das  klappt nicht so recht, weshalb sie bei einer Zeitarbeitsfirma immer wieder Aushilfsjobs bekommt. So nun auch bei Scotts Firma als Empfangsdame, doch da läuft es mehr schlecht als recht für Emily. Schließlich wird sie gefeuert und ihr Leben steht vor dem aus. Kein Job, kein Geld, das würde bedeuten, dass sie bald auf der Straße sitzt. Und dann noch die schwierige Situation mit ihren Adoptiveltern. Und dann ist da doch wieder Scott, der ihr aus der Patsche hilft und sie in das Paradies führt.

Man erfährt Kapitel für Kapitel immer mehr über Emilys Leben auf dem Anwesen, was sie so machen und erleben. Alles scheint perfekt. Wären da doch nicht immer die Sichtweisen von Scott, die einem das Gefühl geben, dass es eben nicht so ist. Was stimmt nicht? Stimmt was mit Nina nicht? Oder mit Aurelia? Steckt mehr hinter ihren gesundheitlichen Problemen? Zuerst hat sich Emily eigentlich richtig wohl gefühlt und das, obwohl sie überhaupt keinen Empfang hat, quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Nur fürs Einkaufen verlässt sie das Anwesen. Die Spannung wird immer weiter aufgebaut bis sich irgendwann ein klares Bild ergibt. Jetzt weiß Emily alles. Sie weiß zuviel. Wie geht sie damit um? Wie gehen Nina und Scott damit um? Damit möchte ich nun nicht spoilern, lest es selbst. 😉 Ich würde es aber nicht als Thriller bezeichnen. Eher ein sehr spannender Roman.

Das Buch erhält 4/5 Sterne!

Rezension – System Error

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Inhalt: „Deutschland in der nahen Zukunft: Der Algorithmus Cyb hat die Kriminalitätsrate auf ein Minimum reduziert. Er analysiert Millionen persönlicher Daten im Internet und greift ein, noch bevor das Verbrechen geschieht. Informatiker Mikah ist mit der Erfindung des Codes zum Helden des modernen Cyber-Zeitalters geworden. Doch dann erhebt die Journalistin Lotta ungeheuerliche Vorwürfe gegen Cyb…“

Der Klappentext verspricht ein unheimlich gutes Buch. Zu Anfang befindet man sich in einer Talkshow, verschiedene Gäste. Politiker, eine Journalistin, Mikah. Es wird diskutiert und gegen Ende zeigt die Journalistin Mikah einen Zettel, der ihn komplett aus der Bahn wirft. Plan B. Woher nur weiß sie davon? Und was meint sie damit, dass die Leute, die verhaftet wurden, unschuldig seien? Ist Cyb gar nicht so gut, wie es scheint?

Das Buch ist in verschiedenen Perspektiven aufgeteilt. In der Perspektive von Mikah, in der von Kyle, Mikahs Geschäftspartner und von Ravi. Ravi war der erste, der mit Hilfe von Cyb verhaftet wurde. Zudem sind die Perspektiven in verschiedenen Zeiten. Es zeigt Happen aus der Gegenwart und Einblicke in die Vergangenheit, wobei sich nach und nach ein klares Bild ergibt. Nichts ist so wie es scheint. Ist Kyle ein Geschäftspartner, dem man trauen kann? Er kümmert sich um das Geschäftliche, während Mikah der Nerd in ihrer „Freundschaft“ ist.

Im Großen und Ganzen ist das Buch eigentlich sehr gut. Dennoch haben sich die Seiten irgendwie ein wenig gezogen, was ich sehr schade finde, da das Buch ansonsten gut ist. Es ergibt im Nachhinein alles Sinn.Und in dem Sinne regt es auch irgendwie zum Nachdenken an. Die Technik kann uns wirklich gut unterstützen und künstliche Intelligenzen heißen nicht ohne Grund so, aber sie sind auch manipulierbar und somit von den falschen Leuten nutzbar. Alles in allem ein relativ gutes Buch, welches zu Empfehlen ist.

Rezension – Flucht

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„Trister DDR-Alltag Ende der 1970-er Jahre. Von der Freundin verlassen, ertränkt der junge Journalist Martin seinen Frust im Alkohol. Doch dann zwingen ihn eine schicksalhafte Begegnung, ein ungewolltes Versprechen und eine neue Liebe zu einer Odyssee durch die Zeit. Erst vier Jahrzehnte später, als ein junger Mann vor zwei einsamen Gräbern steht, findet diese ein Ende. Martin ist da schon seit vielen Jahren tot.“

Ein junger Mann begibt sich zu einem Grab. Und dann findet man sich plötzlich im Jahr 1979 wieder und trifft Martin. Martin arbeitet bei einer Zeitung in Berlin. Doch wirklich glücklich ist er nicht. Tara, seine Liebe, hat ihn verlassen. Er versucht, dies mit Alkohol zu ertragen, aber dies lässt ihn auch nur für Momente vergessen. Nach einem Vorfall im Gefängnis in Bautzen wird sein Arbeitskollege Thomas versetzt. Doch auch für Martin war Bautzen eine Wendung in seinem Leben. Er hat einem alten Freund ein Versprechen gegeben. Ein Versprechen auf seine Tochter aufzupassen und sie aus der DDR weg zubringen. Tja, die ist aber erst acht Jahre alt. Martin besucht daraufhin seinen Cousin Claus. Dieser ist Fluchthelfer und so kommt eins zum anderen, Martin schließt sich Claus an. Und denen beiden schließt sich durch einen Zufall Paula an, die dann Martins Freundin wird. Und so vergehen die Jahre. Und man findet sich im Jahr 1989 wieder.

Kann Martin sein Versprechen halten? Wie werden sie flüchten? Und wer ist eigentlich der junge Mann am Grab? Und wessen Grab ist es eigentlich?  Martin ist auf alle Fälle ein interessanter Protagonist. Hält er sein Versprechen gegenüber seinem Jugendfreund Frank? Zuerst habe ich mich gefragt, wie sie flüchten werden, da das bis es wirklich dazu kam, nie erwähnt wurde. Zudem Delphine, so heißt die Tochter, zum Zeitpunkt, als sie flüchten wollen, schwanger ist. Und dann hat sie da auch noch einen Stiefbruder, der äußerst gewaltbereit ist und etwas wieder haben will. Tatsächlich aber schaffen sie es mit einem guten Plan, aber nicht alle. Im Versteck bekommt Delphine ihre Kinder, aber nur eins überlebt. Moritz. Und nun findet man sich im Jahr 2006 wieder.

Moritz erfährt erst Jahre später, dass Martin und Paula, die ihn damals mitgenommen haben auf der Flucht, nicht seine richtigen Eltern sind. Delphine hat es nur bis nach Ungarn geschafft und wurde da geschnappt. Die Reaktion von Moritz war in dem Buch nicht direkt thematisiert. Lag aber vermutlich auch daran, dass einfach in dem Teil des Buches viel mehr anderes los war. Direkt auf die Gedanken und Gefühle der einzelnen Protagonisten wurde nicht eingegangen. Einerseits, zumindest was Moritz Schicksal betraf, wovon er dann erfuhr, komisch, andererseits passte es in das Buch.

Das Buch berührt einen dennoch tief in einem drin, was ich so nicht vermutet hätte. Obwohl der Klappentext nicht daraus schließen lässt, ist dieses Buch Energiegeladen, Actionreich. Es geht um Vertrauen, Misstrauen, Gewalt, Flucht, Loyalität und Versprechen. Und das Buch zeigt einem, dass ein Versprechen eingehalten wird.

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

Rezension – Tödlicher Inselfrühling

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Klappentext: „Der Frühling auf Bullholmen steht in den Startlöchern. Cilla Storm und ihre Freunde freuen sich auf ein paar gemütlichen Wochen in ihren Ferienhäusern. Auch Julia, eine Bekannte von Zacke, will die Idylle nutzen um ihr Buch über Wein zu schreiben. Doch schnell wird ihre Aufmerksamkeit auf ein elegantes Pärchen am gegenüberliegenden Ufer gelenkt. Von ihrer Terasse aus kann sie die beiden beobachten und eines abends sieht sie etwas, was ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Schon bald ist auch Cillas Spürsinn wieder geweckt.“

Was habe ich mich auf den vierten Teil der Cilla Storm-Reihe gefreut! Dieses Buch lässt einen in die Einblicke von Julia, Cilla und Zacke eintauchen. Julia ist eine alte Bekannte von Zacke, damals von der Sommelierausbildung. Sie ist mittlerweile eine durchaus bekannte Persönlichkeit, hat auf Instagram einen erfolgreichen Account, auf dem sie mit ihren Followern Tipps für Weine und das perfekte Essen dazu. Zacke ist momentan ein wenig betrübt. Jonathan hat seine Mutter verloren und scheint irgendwie in einer Krise zu stecken. Er mag nicht mehr in Stockholm wohnen, die beiden gehen sich aus dem Weg. Sowohl Julias Weg, als auch Zackes ist ein Ziel und zwar Bullholmen. Julia hofft ein wenig Inspiration für ihr Buch zu finden, denn die Deadline für das Manuskript rückt immer näher und Zacke braucht einfach Zeit. Cilla ist natürlich wieder auf der Suche nach einem spannenden Mordfall für den Podcast Blutspur, für den sie die Manuskripte schreibt und vorher recherchiert. Und Tatsache, auf Bullholmen ereignete sich vor fast 50 Jahren ein Mord an einem jungen Mann.

Dann verschwindet eine Frau auf dem Meer. Julia hat beobachtet, wie der völlig verstörte Mann wieder zurück an Land kommt, kümmert sich um ihn. Doch kurze Zeit später meint sie, den Schatten einer Frau im Haus zu erkennen. Spielt ihr Gehirn ihr einen Streich? Sie wurde schon einmal gestalkt, seit ein paar Monaten hat sie Ruhe. Doch, ist sie auf der Insel sicher? Cilla macht sich an die Recherche über den Mord an dem Studenten, der immer noch ungeklärt ist und es tut sich ein kleiner Abgrund Bullholmens auf.

Das Buch ist gut geschrieben. Man erfährt erst mal nach und nach, was im Leben von Cilla, Adam, Zacke und Jonathan passiert ist,  wie und warum Julia auf die Insel kommt. Man wird langsam immer tiefer in die Geschichte mithinein gesogen. Das Buch besitzt einen tollen Charme, sodass ich eigentlich fast immer schmunzeln muss (außer bei den richtig spannenden Abschnitten!). Auf den letzten 30 Seiten nimmt alles noch mal Fahrt auf und endlich kommt alles ans Licht. So hat man einen befriedigenden Abschluss des Buches. Es ist ein gutes Buch für Zwischendurch, welches einem aber schmunzelnd im Gedächtnis bleibt.

Das Buch erhält 5/5 Sterne!

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