Rezension – Staub zu Staub

„Niederlande, 1949: Der ehemalige Widerstandskämpfer Siem Coburg lebt nach dem Krieg und dem tragischen Verlust seiner großen Liebe zurückgezogen und als gebrochener Mann auf einem Hausboot. Erst als ihn der alte Bauer Tammens bittet, den Tod seines Enkels aufzuklären, kehrt Coburg in die Stadt zurück. Der siebzehnjährige Siebold starb unter mysteriösen Umständen in einem katholischen Heim für geistig behinderte Kinder, und sein Großvater ist sicher, dass mehr dahintersteckt, als die Heimleiter ihn glauben machen wollen. Während Coburg immer tiefer in die Vergangenheit des Heims eintaucht, muss er feststellen, dass Siebold nicht der einzige Schutzbefohlene mit ungeklärter Todesursache ist … „

Ein düsterer Klappentext, ein noch düsteres Cover. Klingt vielversprechend. Es fängt zuerst in der Zukunft an, so, dass man schon irgendwie weiß, worauf es hinaus geht. Dann geht es aber in der Gegenwart weiter, und macht Bekanntschaft mit Coburg und seiner Schwester. Coburg ist quasi der Hauptprotagonist. Er soll den mysteriösen Tod des Jungen aufklären. Er begibt sich auf die Reise zu dem Heim, unter falschem Vorwand natürlich, sonst würde man ihm das wahrscheinlich nicht gestatten. Aber je mehr er fragen stellt, desto misstrauischer werden die Menschen, gerade weil er die falschen Fragen für einen Journalisten stellt. Prompt werden ihm Steine in den Weg gelegt und seine Ermittlungen gestalten sich ein wenig schwieriger. Zwischendrin aber findet man sich in der Vergangenheit wieder. In der von Coburg. Manchmal ist es ein wenig verwirrend. Zudem ist das Buch nicht nur in der Perspektive von Coburg geschrieben, sondern auch in der von zwei Ordensbrüdern, Anselmus und Felix. Ich finde, die Übergänge zur Vergangenheit sind manchmal nicht ganz passend und haben mich an zwei, drei Stellen leicht verwirrt.

Ob Coburg am Ende doch noch alles aufklären kann? Das lasse ich mal offen. Das Buch war ok, es hat mich leider nicht ganz in den Bann gezogen. Dennoch finde ich es gut, dass man auch so ernste und vor allem wichtige Themen eigentlich, in ein Buch packt. Dies ist ja nicht einfach so erfunden, sondern leider tatsächlich Realität gewesen.

Rezension – Sieben Tage für die Liebe

„Eine schockierende Nachricht hatte Gwen erreicht – die vom Tod ihrer ehemals besten Freundin Laura. Nun kehrt Gwen, von ihren Gefühlen überwältigt und ihren Schmerz kaum verstehend, mit Anfang 30 für Lauras Beerdigung in ihre Heimatstadt zurück – nichts ahnend, dass diese Rückkehr ihr komplettes Leben auf den Kopf stellen wird.

Auch Bens Leben steht an einem Wendepunkt. Die Beziehung mit seiner Freundin Liz befindet sich in einer Sackgasse; sein Traum von einer Karriere als Filmemacher ist geplatzt. Er wünscht sich Veränderung, weiß aber nicht, wie er diese herbeiführen soll – bis er auf Gwen trifft.“

Ein schönes Cover, dass selbst zum Träumen einlädt und ich mich am Liebsten in den nächsten Zug setzen möchte und vor mich hin träumen…

Gwen ist hin und her gerissen. Sie fährt in ihre alte Heimat zurück, denn ihre beste Freundin aus Schultagen ist verstorben. Ein einziger Schock für sie. Zumal sie schon länger nicht mehr dort war. Gefühle von damals kommen wieder in ihr hoch, die sie längst zu verdrängen wusste. Oder doch nicht?

Ich kann mich mit Gwen sehr gut identifizieren in so vielem. Daher fühle ich komplett die ganze Geschichte mit ihr mit.

Dann aber wird die Geschichte auch aus der Perspektive von Ben erzählt. So kann man sich eigentlich auch ganz gut in beide Personen einfühlen. Beide sind eher etwas verträumtere Charaktere, aber es wird sehr spielerisch und wie ich finde, eher realistisch dargestellt und nicht überzogen dargestellt. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen, wo es, bevor das große Happy End kommt, immer ein schier unübewindbares Problem gibt, ist dies hier nicht der Fall. Und das gefällt mir sehr gut, da es für mich auch wieder eher etwas Realistisches hat, etwas greifbares und nicht Etwas, was es doch sowieso nur in Hollywood gibt. Oder ich bin einfach selbst verträumt und romantisch bis ins Mark.

Wie dem auch sei, das Buch hat mir sehr gut gefallen, das Ende war sehr schön und ist definitiv empfehlenswert! Ich habe es an einem Tag regelrecht verschlungen.

Rezension- Die Saga von Vinland

„Zum Verräter erklärt, raubt Jarl Eyvind die schöne Sigrid, die ihm von ihrem Vater Ulfar verweigert wurde, und flieht mit der unwilligen Braut. Bei seinem Überfall geraten auch die beiden Freunde Andreas und Ailmar in seine Hand. Nachdem der Griff nach dem norwegischen Thron ein übles Ende nahm, will Eyvind seine Getreuen eine neue Heimat führen. So ziehen sie weit über das Meer und über Islands Gletscher in ein Land, in dem es alles gibt, was sie sich erträumen. Dort leben jedoch bereits Menschen und die sind nicht bereit, sich Eyvind zu unterwerfen. Doch auch Sigrid und die junger Grönländerin Ingridur streben gemeinsam mit Andreas und Ailmar danach, ihre Freiheit wieder zu erringen.“

Ein spannendes Buch, zumindest verspricht dies der Klappentext. Und so ist es auch. Das Cover ist schön gestaltet, passend zum Thema verrät es schon die Reise auf See.

Man lernt Andreas und Ailmar kennen, wie sie leben und wo es sie vorerst hinziehen sollte. Nur, dann kommt Eyvind. Dieser raubt die schöne Sigrid und nimmt einige andere als Sklaven auf seiner Fahrt mit. Er möchte ein fernes Land erobern und sich dort mit Sigrid als seine Frau ansiedeln.

Auf der Reise verfolgt Eyvind aber immer wieder das Pech. Er verliert viele Männer, es scheint zum Scheitern verurteilt. Kommen sie überhaupt in Vinland an? So soll es sein. Dort angekommen scheint es menschenleer. Aber der Schein trügt. Anfangs noch sehr friedlich, geht es später drunter und drüber und es wird gekämpft. Andreas und Ailmar scheint es beinahe unmöglich zu fliehen. Zudem will Andreas Sigrid nicht zurücklassen. Und Ailmar hat sein Glück wohl auch gefunden.

Man durchlebt die Reise der Männer richtig mit. Manchmal wünschte ich mir, sie würden es endlich schaffen, andererseits habe ich es dann Eyvind nicht gegönnt.

Die Charaktere der Geschichte sind sehr gut erkennbar, es wird nicht unnötig viel drum herum geredet, sondern lernt die Personen in ihren Taten kennen. So lernt man aber auch die Art zu Leben der Vikinger kennen, wie sie denken, wie sie in gewissen Situationen handeln. Das gefällt mir besonders gut, da man sich alles bildlich vorstellen kann.

Insgesamt ist das Buch einfach sehr gut und lädt auf über 500 Seiten zum Träumen und erleben ein.

Rezension – Emily Eternal

„Emily ist eine KI. Sie wurde designt und programmiert, um den Menschen in allen Lebenslagen zu helfen. Und obwohl das eigentlich gar nicht möglich sein sollte, liebt Emily die Menschen. Aber als die Sonne zu erlöschen droht, hat auch sie kein Programm, um das zu verhindern. Dennoch fasst sie einen Plan, um die Welt zu retten. Doch nicht jeder glaubt an ihre guten Absichten, und so wird Emilys Liebe zu den Menschen auf eine harte Probe gestellt …“

Ansich ist das Cover relativ schlicht gehalten, aber dennoch hat es mich beeindruckt, als ich es sah, weshalb ich neugierig aus das Buch wurde. Das ganze Buch ist in der Sicht von Emily geschrieben. Was ich aber anmerken muss, ist, dass Emily als KI, also Künstliche Intelligen, beschrieben wird, sie selbst bezeichnet sich aber als KB, Künstliches Bewusstsein. Verwirrt war ich dadurch nicht, aber dennoch wäre es gut, wenn nur ein Begriff benutzt wird. Oder bezeichnet sie sich vielleicht bewusst als KB, weil sie eben eins ist und nicht mehr „nur“ eine KI? Wer weiß.

Man lernt Emily kennen, wie ihr Ablauf ist, welche Personen in ihrem Umfeld sind. Der Anfang war etwas zäh, aber dennoch wichtig zum Verständnis. Richtig spannend wird es, wenn das Forscherteam im iLab,  Labor für Künstliche Intelligenz, Kybernetik und Machine Cognition, Besuch bekommt. Es steht eine Sonnmagedon bevor. Die Welt, wie sie ist, wird danach nie mehr sein, wie man sie kennt und die Menschen werden unter den Bedingungen nicht mehr leben können. Aber zum Glück gibt es Emily. Und genau sie soll helfen, die Menschen doch noch zu erhalten. Der von der Regierung gewollte Weg dies zu ermöglichen gefällt Emily jedoch nicht. Sie wird trotzig. Schließlich willigt sie trotzdem ein und findet noch was heraus. Doch bevor sie überhaupt irgendwas diesbezüglich unternehmen kann, wird ihr alles geraubt. Nathan, ihr Entwickler, stirbt und es scheint aussichtslos. Die Geschichte nimmt einen rasantes Tempo auf. Fortan an ihrer Seite ist Jason, zu dem sie eine Bindung aufbaut. Ob es ihr gelingen wird, die Menschen zu retten möchte ich nicht spoilern. Es lohnt sich auf alle Fälle dafür das Buch selbst zu lesen.

Emily ist manchmal trotzig, manchmal emotional, alles was sie von Menschen lernt. Gegen Ende des Buches geht es sehr flott. Ich denke, man hätte vielleicht das rasante Tempo etwas zügeln können, aber als Fazit kann ich sagen, das Buch hat mir sehr gefallen.

Rezension – Nordsee Dämmerung

„Sommerpause. Der Bundespräsident macht Urlaub auf Juist. Doch es mehren sich die Hinweise, dass ein Mörder auf ihn angesetzt wurde. Kriminalhauptkommissar Tobias Velten wird von Berlin auf die ostfriesische Insel entsandt, um das Sicherheitsteam vor Ort zu unterstützen. Und er hat noch einen zweiten, geheimen Auftrag: Offenbar gibt es einen Spitzel in den eigenen Reihen. Velten muss ihn so schnell wie möglich überführen – sonst wird sein erster Einsatz an der Nordsee tödlich enden.“

Das Cover ist, muss ich direkt erwähnen, sehr schön gestaltet. Das Bild hat etwas Düsteres an sich, ist aber dennoch beruhigend, es lädt ein, sich in den Strandkorb zu setzen. Sehr gut gelungen.

Zu Anfang des Buches lernt man direkt Velten kennen, man wird langsam an die Geschichte heran geführt. Bis dann endlich der Auftrag für Juist kommt. Man wird in die Geschichte schön eingeleitet, nicht direkt hinein geworfen. Zwischendurch ist die Geschichte in einer anderen Perspektive. Und zwar die des Attentäters. Das macht das Ganze nochmal spannend, da man direkt mit überlegt, wer der Spitzel sein könnte. Man kann in so viele Richtungen gehen, die Familie, die Velten trifft, seine Bekanntschaft… nichts scheint unmöglich. Schön dargestellt wird auch der Charakter des Bundespräsidenten. Es geht in dem Buch natürlich um ihn, dennoch wird er nicht ständig Mittelpunkt des Buches, aber durch ein entscheidenes Detail macht er das Buch selbst noch mal einen Ticken spannender.

In den letzten Seiten des Buches nimmt es noch mal endgültig richtig an Fahrt auf, langsam wird alles klarer und die Indizien fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen. Abschließend kann ich sagen, dass das Buch mir sehr gut gefallen hat. Alles in allem war sehr stimmig. Nicht zu viel, nicht zu wenig, von allem.

Rezension – Erst die Fakten, dann die Moral

„In Brüssel oder Berlin fallen häufig Entscheidungen, die mit der politischen Realität vor Ort wenig zu tun haben. Boris Palmer, seit zwölf Jahren Oberbürgermeister von Tübingen, zeigt anhand vieler konkreter Beispiele – von Wohnungsnot bis Luftreinhaltung, von Energiewende bis zum deutschen Sicherheitswahn, von Kriminalität bis zum Klimaschutz -, wieso in der Politik heute so oft das Wunschdenken regiert, nicht die Analyse der Fakten. Zugleich macht er Vorschläge, wie die Wirklichkeit wieder zur Grundlage politischer Entscheidungen werden kann. Die Streitschrift eines leidenschaftlichen Grünen, der täglich vor Ort handeln muss.“

Wie schon im Klappentext steht, ist dieses Buch von Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen. Politisch ist er bei den Grünen aktiv.

Das  Buch ist zunächst in zehn Kapitel unterteilt. Ich finde dies bei diesem Buch sehr schön, man hat eine Konstante, an der man sich festhalten kann. Zudem bieten sie einem eine kurze Verschnaufpause bei so viel Input.

In den Kapiteln berichtet Boris Palmer über seine Erlebnisse, aber auch Entwicklungen, die er als Oberbürgermeister erlebt. Man merkt ganz klar, dass er faktenorientiert ist, gerne nach dem Warum und Wieso sucht. Sich als Oberbürgermeister für das, was passiert, interessiert und auch gewillt ist, sich unter die Leute zu mischen, um zu erfahren, was die Menschen bewegt, was sie erzählen. Er scheut sich nicht, seine Meinung zu sagen, obwohl er im Vorfeld direkt weiß, dass er dafür nicht unbedingt Zustimmung erntet.

Es geht in den Kapiteln u. a. um bezahlbaren Wohnraum, um saubere Luft, um die Energiewende, um Wasserschutz, um Sicherheit, um Tierschutz, um Stuttgart 21, um (In-)Toleranz und um den Klimawandel. Er bringt viele Fakten in die Kapitel mit ein, und viele Erlebnisse aus seiner Arbeit in der Regionalpolitik. Es macht deutlich, dass wir bei vielen Themen, gerade empfindliche Themen wie z. B. Tierschutz viel zu oft nicht an die Fakten denken, sondern direkt moralisch an die Angelegenheit ran gehen. Alles andere, gerade andere Meinungen, werden dann erst mal außer Acht gelassen und gar nicht erst darüber nachgedacht.

Boris Palmer zeigt deutlich auf, dass faktenorientierte Arbeit in seinem Beruf nicht gerade auf positive Rückmeldung stoßen kann und überwiegend unangenehm sein kann. Er zeigt aber auch deutliche Lösungsansätze auf, wie man dieses Problem angehen kann. Das Buch zeigt auf, mit wie viel Aufwand vieles Betrieben wird, um den Menschen in den einen oder anderen Blickwinkel zu ziehen, ohne groß Fakten spielen zu lassen.

Dieses Buch hat mich, so denk ich, auf jeden Fall bereichert, es lohnt sich, es zu lesen und darüber in Ruhe nach zudenken. So kann man die ein oder andere Enscheidung  besser verstehen oder sieht sie in einem anderen Blinkwinkel oder kann Entscheidungen besser hinterfragen. Durchaus lohnt es sich, erst einmal sich an den Fakten zu orientieren, anstatt erst einmal nur die (eigene) Moral Vorrang zu lassen.

Rezension – Meine beste Freundin

„Seit Jahren hat die unscheinbare Lizzie nicht mehr an ihre ehrgeizige Kollegin Becca gedacht. Obwohl onlime befreundet, nahm Becca im wahren Leben kaum Notiz von ihr und verschwand nach einem schrecklichen Unfall schließlich ganz. Als Lizzie plötzlich ein Tinder-Date mit James, Beccas attraktivem Exfreund, vorgeschlagen wird, kann sie ihr Glück kaum fassen. Becca, die laut Facebook mittlerweile das perfekte Leben führt – Designstudio, erfolgreicher Ehemann, süßes Baby -, hätte doch sicher nichts dagegen. Doch mit Freunden wie Becca braucht Lizzie keine Feinde…“

 

Anfängich ein Notruf. Jemand wird wohl umgebracht. Ein interessanter Einstieg in das Buch. Direkter Nervenkitzel erwartet einen. Nun, weiter lernt man Lizzie kennen, das Buch ist in ihrer perspektive geschrieben. Und Becca ist die erfolgreiche Kollegin. Ob da ein wenig Neid herausspricht? So ist Becca aber wohl sonst kein guter Mensch, so wie Lizzie sie beschreibt. Sie hat „nur“ das „perfekte Leben“. Nach einem Unfall ist diese aber weg. Lizzie kann aufatmen. Und nun hat sie die Chance James kennenzulernen, was für eine Neuigkeit! Aber, ist er gar nicht mehr mit Becca zusammen? Eifrig sucht sie daher nach Informationen – und prompt folgt ein Ereignis nach dem nächsten. Eine Nachricht an ihre gute Kollegin Flora landet nicht bei der Person, bei der sie landen sollte. Und wumms, wie eine Lawine, wird alles nach und nach überrollt.

Es geht fortan in dem Buch hin und her. Wer sagt nun die Wahrheit? Social Media mit dem perfekten Leben? Becca? Oder Lizzie? Das Buch zieht einen in seinen Bann, man will wissen, wie es nun wirklich um Becca steht, was wird mit James und Lizzie? Lügt Becca allen nur was vor? Oder ist Lizzie diejenige, die alle täuscht? Lizzie verwirrt mich ein wenig in dem Buch. Einerseits denke ich, sie hats erwischt, sie ist das Opfer hier in dem Buch, aber andererseits… ist sie sehr klug mit dem was sie macht und wie sie da ran geht. Und James ist auch nicht ohne. Zumindest hat es den Anschein.

Es bleibt spannend bis zum Schluss. Was für eine Wirkung soziale Netzwerke auf das Leben der Menschen hat und somit Neid und die Sehnsucht nach einem ebenfalls perfekten Leben herbeiruft. Was es aus einem macht… Das Buch zeigt es sehr gut. Nichts ist wohl so, wie es ist.

Finde die Wahrheit – Rezension Sühne

„Der von schwerer Krankheit gezeichnete Pharmaunternehmer Frank Linden will auspacken. Er heuert einen Journalisten an, der hochbrisante Informationen über Lindens Unternehmen veröffentlichen soll. Doch bei der Übergabe des Materials werden beide erschossen. Michael Sander, der mit dem Journalisten befreundet war, ermittelt auf eigene Faust. Er schafft es, in den Besitz des Geheimmaterials zu gelangen. Parallel wird Kommissarin Lene Jensen auf den Fall angesetzt und recherchiert im privaten Umfeld des Pharmaunternehmers. Sie stößt auf eine Spur, die in einen ungeheuerlichen Verdacht mündet. Unterdessen ist Michael Sander in tödliche Gefahr geraten.“

Der Buchtitel besteht aus nur einem Wort. Es machte mich neugierig. Was für eine Sühne? Von wem?

Gleich zu Anfang begegnet man Frank Linden, es beginnt eher langsam, und dennoch so rasant verschwindet er im Buch von der Bildfläche. Aber was genau möchte er der Welt mitteilen?

Man lernt schnell Lene und Michael kennen. Die beiden können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander.

Gibt es bei all dem einen Zusammenhang zwischen Michael, Frank und dem toten Journalisten? Wenn ja, welche? Wie tief steckt Michael in all dem drin? Lene fängt an, ihrem Mann zu misstrauen, sie muss doch den Fall ermitteln.

Im Buch erfährt man abwechselnd von der Gegenwart und abwechselnd durch ein Tagebuch von der Vergangenheit. Es ist interessant geschrieben, so durchblickt man mehr die Gegenwart, versteht sie besser. Durch ein paar weitere Charaktere bekommt das Buch seinen endgültigen Schliff.

Einerseits finde ich das Buch der Realität sehr nahe, andererseits ist es natürlich nur ein Buch. Dennoch kann man nach dem Lesen das Buch ruhig ein wenig sacken lassen. Was passiert wirklich in der Welt der Pharmaunternehmer? Und was macht die journalistische Arbeit daraus?

Mein Fazit: Ich möchte nicht zu viel über das Buch veraten, ich finde, es ist gut gelungen, eine gute Mischung aus Spannung, Action und der Suche nach der Wahrheit.

Rezension – Puppentod

„Er nennt sich „Der Puppenspieler“.  Und sein Spiel endet böse.

In Stockholm stürzt ein Mädchen von ihrem Balkon in den Tod. Alles sieht nach Selbstmord aus, bis sich herausstellt, dass sie in jener Nacht mit einem Unbekannten zu Sex gegen Geld verabredet war. Zudem stand sie offenbar in Kontakt mit einem User namens „Der Puppenspieler“, der mit illegalen Nacktvideos von Teenagern in Verbindung gebracht wird. Der Polizeibeamte Kevin Jonsson beginnt fieberhaft zu ermitteln. Gleichzeitig verschwinden zwei Jugendliche aus einem Heim bei Uppsala. Und auch sie drohen in die Hände des Unbekannten zu fallen…“

Ein düsteres Cover, der Buchtitel verrät einen wohl ebenfalls düsteren Buchinhalt. Relativ zu Anfang des Buches wird man direkt mit Nova und Mercy konfrontiert. Sie beide in einem Auto auf der Fahrbahn, rasend schnell, philosophierend über Männer und dass es doch „immer ein Er“ ist.  Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Kennengelernt haben sie sich in einem Heim. Dort lernen sie andere Mädchen mit schwerem Schicksal kennen und werden von dem Therapeuten Love therapiert. Alles scheint eine gute Wendung in ihrem Leben zu nehmen, bis sie verschwinden.

Und dann ist da noch Tara, die sich angeblich selbst umbebracht hat, aber bei genauerem Betrachten war es Mord. Und der Puppenspieler scheint mit involviert. Hier kommt Kevin Jonsson ins Spiel. Er hilft bei der Aufklärung, da Viodes und Bilder auftauchen, die er sichten und nach „Goofs“ untersuchen soll. Das Ganze scheint verstrickter als man denkt. So denkt man, der Puppenspieler ist eine einzige Person, die mit jungen Mädchen schreibt, von ihnen Nacktbilder und Videos verlangt und diese dann an andere weiter gibt.

Der Verlauf der Geschichte bleibt spannend, man findet im Laufe des Buches immer mehr über die Mädchen aber auch über ihren Therapeuten und auch Kevin heraus. Ich finde, es wird ein wenig übertrieben in dem Buch, dass gefühlt fast jeder Mann irgendwie pädophile Neigungen hat, da dies im Buch so der Fall ist. Andernfalls öffnet es einem aber auch ein wenig die Augen für dieses Thema. Es darf nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden. Die Charaktäre haben alle für sich ihre wichtigte Rolle in dem Buch.

Abschließend kann ich zu dem Buch sagen, dass es definitiv nichts für schwache Nerven ist, es ist aber dennoch lesenswert und ein weiteres gutes Buch von diesem Autorenduo.

Rezension – Die Rhythmen der Unfähigkeit

Das Cover vermag einem zuerst nicht recht viel aussagen, muss es auch nicht. Der Titel genügt.

Man taucht, im wahrsten Sinne des Wortes, direkt in die Welt des Wassermanns hinein. Ich muss zugeben, ich hatte zuerst meine anfänglichen Schwierigkeiten in das Buch hineinzukommen, aber dann ergriff mich die Neugier. Was hat der Wassermann vor? Was passiert? Wo passiert es? Wann genau lebt dieser Wassermann? Ganz warm werde ich mit ihm nicht. Eine gewisse Distanz verfolgt mich über viele Seiten des Buches, aber langsam schließe ich diesen Charakter ins Herz. Er ist gewiss neugierig, er geht auf Menschen zu, aber andererseits auch viele auf ihn. Er ist ein offenes Wesen. Die kleine Liebelei finde ich sehr rührend. Sowieso ganz interessant, wie es sich entwickelt.

Ich möchte nicht zu viel über das Buch selbst veraten. Ich möchte, dass man es selbst liest. Es liest sich schnell, doch irgendwie verweilt es ein wenig länger. Es lässt einen zum Schluss aufatmen, wie, als wäre man zu Hause angekommen. Es bietet einem viel Interpretation und Gelegenheit zum Nachdenken.

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